Trauerarbeit unter Einbezug aller Sinne - 

Ein ganzheitliches Methodenkonzept nach Anna-Maria Böswald 


Kurzbeschreibung:

Trauer ist nicht nur ein emotionaler, sondern auch ein körperlicher Prozess. 

Oft wird sie vor allem auf kognitive und psychologische Aspekte reduziert, 

doch unser Körper und unsere Sinne spielen eine entscheidende Rolle in der 

Verarbeitung von Verlust. 

Dieses Methodenkonzept setzt auf einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem alle fünf Sinne – 

Sehen, Hören, Riechen, Fühlen und Schmecken – gezielt in die Trauerarbeit eingebunden werden.

Zielgruppe:

  • Trauerbegleiter:innen, Therapeut:innen, Hospiz- und Palliativkräfte
  • Angehörige und Betroffene, die alternative Wege zur Trauerbewältigung suchen
  • Fachleute aus Psychologie, Ergotherapie und Sozialarbeit


Zentrale Elemente:

  1. Sehen: Erinnerungsbilder, Symbolarbeit, Lichttherapie
  2. Hören: Musiktherapie, Klangschalen, Naturgeräusche
  3. Riechen: Aromatherapie, Düfte als Erinnerungstrigger
  4. Fühlen: Berührungen, Texturen, körperorientierte Rituale
  5. Schmecken: Gemeinsames Essen, geschmackliche Erinnerungen


Neurobiologischer Hintergrund:

  • Sinneseindrücke sind eng mit dem limbischen System verknüpft, das für Emotionen und Erinnerungen zuständig ist.
  • Bestimmte Reize können Trost spenden, Stress abbauen und die Verarbeitung von Trauer auf einer tieferen, körperlichen Ebene ermöglichen.
  • Durch gezielte multisensorische Impulse kann die emotionale Integration des Verlustes unterstützt werden.


Anwendungsbereiche:

  • Begleitung in der akuten und langfristigen Trauer
  • Gestaltung von Abschiedsritualen
  • Unterstützung von Sterneneltern und Geschwisterkindern
  • Einsatz in Hospizen, Trauergruppen und Einzeltherapien


Zielsetzung:
Dieses Konzept soll praktische Methoden für die Trauerarbeit bereitstellen, die über verbale Kommunikation hinausgehen. 

Es ermöglicht Trauernden, ihren Verlust auf allen Sinnesebenen zu verarbeiten, sich zu erinnern und Schritt für Schritt Heilung zu finden.